Werner and Maya Hönigsberg
06/06/2013
​Lugano-Zurich, Switzerland                                                           germanyflag.jpg   Deutsch  ​                              ​
55 years on the forefront of Keren Hayesod                                                                                                                                               
                                                                                                   
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The recent visit of Werner and Maya Hönigsberg to the Keren Hayesod Head Office in Jerusalem offered a wonderful opportunity to pay tribute to this exemplary pair, who are no doubt the most veteran couple of active KH volunteers. Last February, they organized their 55th (!) KH Campaign Opening in Lugano – an event that for years has been the highlight of this tiny and dwindling  community’s Zionist calendar. Their story is one of tireless activity, dedication and love for the State of Israel. They indeed serve as models worthy of emulation. 

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Maya and Werner Hönigsberg  at KH World Headquarters (behind them, the picture of the KH foundation ceremony, London, 1920)

Werner was born 83 years ago in Austria. Although numerous members of his family met their terrible fate in the Nazi death camps, he and his parents escaped on the eve of World War II and reached the Italian port of Trieste. They
were unsuccessful in their attempts to obtain visas for South America, but eventually received short-term residence permits for Switzerland. These eventually became permanent and finally, they were accorded full citizenship.  After attending school in Lugano, Werner studied architecture at the prestigious ETH Zurich. 
Maya, née Bloch, has a completely different background. She was born in Wintherthur to a traditional family with deep roots in Switzerland, as attested to by documents dating back to 1601.  Her father served for a while as Chairman of the local community. When the time came, numerous shiduchim were proposed to her, but she declined them all. Then Werner came into her life and they were married in Zurich in 1959. They have three children: Daniela (b. 1960), who today lives in Tel Aviv, Nadia (b. 1962) and Sandro (b. 1964).
From the day they met, Werner and Maya have been inseparable. They are always available to Jewish and Zionist causes. During their decades of activity, they met all the Israeli ambassadors and consuls-general in Switzerland. In some cases, permanent friendships evolved, such as with former Consul-General in Zurich, Uri Prossor, father of Israel's current ambassador to the UN, Ron Prossor. 
Their activism has also entailed challenges, as well, however.  For instance, during the second Intifada, about ten years ago, a bomb alert went off at the Lugano hotel that was hosting the KH Campaign Opening.  All the guests were forced to evacuate the hotel.  But this frightening incident did not deter Werner or Maya. He went on to hold important positions, such as Chairman of the regional Switzerland-Israel Association and the local Jewish-Christian Friendship Association. Maya became involved in WIZO and other Jewish and Zionist activities. Nonetheless, Keren Hayesod remains their home for public involvement.
Keren Hayesod Director-General Greg Masel summarized the Hönigsbergs decades of activity during a recent visit by Werner and Maya to his office. "It is only thanks to people like you that Keren Hayesod could achieve all we did in 90 years”, he said. “I wish to thank you, in the name of the entire KH world family, for all you did and are still doing for Israel and the Jewish people".

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From left to right: Greg Masel, KH Director general; Daniela Bloch, Werner's and Maya's daughter; Werner and Maya, holding  the "Herzl Founders" diploma; Yaakov Moreno, KH Europe Dept. deputy director. Behind them:  Avi, Werner's and Maya's grandson.

When asked about their activism and the commitment that they have demonstrated for over 55 years, however, Werner simply answers: "It is our duty, as Jews and also as Israelis by proxy. We have one daughters and two grandchildren in Israel; one of them has done her military service and the other is currently in midst of it".
Thank you, Werner and Maya!  We are happy and proud to have people like you in our ranks. We wish you many more years of continued activity, good health and great happiness!




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Werner und Maya Hönigsberg
Lugano – Zürich, Schweiz
55 Jahre an der Spitze des Keren Hayesod

Erst kürzlich besuchten Werner und Maya Hönigsberg das Hauptbüro des Keren Hayesod in Jerusalem. Ihr Besuch bot uns die wunderbare Gelegenheit, ihnen unsere Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, denn sie zählen zu den langjährigsten KH-Aktivisten und aktiven Spendern. Im vergangenen Februar organisierten sie in Lugano ihre 55. (!) Eröffnungsfeier der KH-Kampagne, die schon seit vielen Jahren das bedeutsamste zionistische Ereignis im Terminkalender dieser kleinen und schwindenden Gemeinde ist. Die Geschichte des Ehepaares Hönigsberg ist die Geschichte des unermüdlichen Engagements, der Hingabe und der Liebe für den Staat Israel und sollte alle anregen, es ihnen gleichzutun.

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Maya und Werner Hönigsberg im Jerusalemer KH-Hauptbüro (im Hintergrund ein Foto der KH-Gründungszeremonie, London 1920)

Werner wurde vor 83 Jahre in Österreich geboren. Zusammen mit seinen Eltern konnte er unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges noch fliehen. Zunächst verschlug es sie in die italienische Hafenstadt Trieste, wo sie versuchten, Visa für Südamerika zu bekommen. Ihre Bemühungen blieben erfolglos, doch sie erhielten befristete Aufenthaltsgenehmigungen für die Schweiz. Im Laufe der Zeit wurde die Schweiz zu ihrem festen Wohnsitz und sie zu Schweizer Bürgern. Viele Angehörige der Familie fanden ein tragisches Schicksal in den Lagern der Nazis. Werner wuchs in Lugano auf, wo er auch zur Schule ging. Später studierte er Architektur an der renommierten ETH Zürich.
Maya, geborene Bloch, blickt auf einen vollkommen anderen Lebensweg. Ihre Familie ist in der Schweiz tief verwurzelt, wie historische Dokumente belegen, die in das Jahr 1601 datieren. Sie kam in Winterthur als Kind einer traditionellen Familie zur Welt. Ihr Vater amtierte zeitweise als Vorsitzender der örtlichen Gemeinde. In das passende Alter gekommen, wurden ihr verschiedene Shiduchim unterbreitet, die sie alle ausschlug. Doch dann kam Werner in ihr Leben. Maya und Werner heirateten 1959 in Zürich und sind die Eltern von drei Kindern: Daniela (geb. 1960, sie lebt in Tel Aviv), Nadia (geb. 1962) und Sandro (geb. 1964).
Seither sind Werner und Maya unzertrennlich. Immer stehen sie bereit, um sich für jüdische und zionistische Belange einzusetzen. Im Verlauf ihres Jahrzehnte währenden Engagements trafen sie mit allen israelischen Botschaftern und Generalkonsuln, die in der Schweiz dienten, zusammen. Manchmal wurden Freundschaften geschlossen, die die jeweilige Dienstzeit überdauerten, so zum Beispiel mit Uri Prosor, der einst als Generalkonsul in Zürich diente und Vater des gegenwärtigen israelischen Botschafters bei den Vereinten Nationen, Ron Prosor, ist. Es war nicht immer ein Spaziergang, so zum Beispiel vor zehn Jahren, als während der Zweiten Intifada ein Bombenalarm sie zwang, das Hotel in Lugano, in dem die Eröffnungsveranstaltung der KH-Kampagne stattfand, zu evakuieren. Doch sie machten weiter, und Werner übernahm weitere wichtige Posten, wie den Vorsitz der Schweiz-Israel-Regionalvereinigung oder der örtlichen jüdisch-christliche Arbeitsgemeinschaft. Auch Maya zögerte nie, wenn sie zu Gunsten von jüdischen und zionistischen Belangen um Hilfe gebeten wurde, wie ihr Engagement bei der WIZO zeigt. Im Hinblick auf ihr öffentliches Engagement ist der Keren Hayesod jedoch nach wie vor ihr wesentliches Zuhause.

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Von links nach rechts: KH-Generaldirektor Greg Masel; Daniela Bloch, Tochter des Ehepaares Hönigsberg; Maya und Werner Hönigsberg das „Herzl Gründer“-Zertifikat haltend; Yaakov Moreno, stellv. Direktor der KH-Europa-Abteilung. Im Hintergrund: Maya und Werners Enkelsohn Avi.

Als Greg Masel, der Generaldirektor des Keren Hayesod, Werner und Maya kürzlich in seinem Büro willkommen heißen durfte, fasst er zusammen: «Nur dank Menschen wie Ihnen konnte der Keren Hayesod in seinen 90 Jahren all das erreichen, was wir geschafft haben. Ich möchte Ihnen im Namen der gesamten Keren-Hayesod-Familie danken, möchte Ihnen danken für alles, was Sie getan haben und weiter für Israel und für das jüdische Volk tun.“ So sehen wir das. Auf seine Aktivitäten und sein Engagement im Verlauf von 55 Jahren angesprochen, meinte Werner hingegen bescheiden: „Das ist unsere Pflicht, als Juden und als Israelis ‚im Auftrag‛, denn eine unserer Töchter und zwei unserer Enkelkinder leben in Israel. Unsere Enkelin hat ihren Wehrdienst bereits abgeschlossen, während unser Enkel ihn zurzeit gerade leistet.“

Und so sagen wir: Danke Werner und Maya! Wir schätzen uns glücklich und sind stolz, Mensch wie Sie in unseren Reihen zu haben! Wir wünschen Ihnen viele weitere Jahre der Aktivitäten, gute Gesundheit und Freude.